{"id":157,"date":"2016-04-11T13:13:29","date_gmt":"2016-04-11T11:13:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fragrance-club.ch\/?page_id=157"},"modified":"2016-04-11T13:15:37","modified_gmt":"2016-04-11T11:15:37","slug":"glosar","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.fragrance-club.ch\/?page_id=157","title":{"rendered":"Glosar"},"content":{"rendered":"<h2 style=\"text-align: center;\">Kleines Lexikon<br \/>\nder parf\u00fcmistischen Fachsprache<\/h2>\n<p><strong>Absolues<br \/>\n<\/strong>sind nat\u00fcrliche Duftstoffe, die durch Extraktion aus verschiedenen Pflanzenteilen gewonnen werden. Zun\u00e4chst wird durch Extraktion mit einem L\u00f6sungsmittel das Concr\u00e8te gewonnen. Anschlie\u00dfend werden die unl\u00f6slichen Wachse mit Alkohol herausgewaschen. Absolues sind qualitativ hochwertige Produkte, die wegen der geringen Ausbeute bei der Gewinnung sehr teuer sind.<\/p>\n<p><strong>Aerosol<br \/>\n<\/strong>bedeutet die Zerst\u00e4ubung und Versch\u00e4umung fl\u00fcssiger oder fester Stoffe mit Hilfe von Treibmitteln aus Druckdosen.<\/p>\n<p><strong>Agrumen\u00f6le<br \/>\n<\/strong>werden aus Citrusfr\u00fcchten gewonnen (siehe Citrusnoten).<\/p>\n<p><strong>\u00c4therische \u00d6le<br \/>\n<\/strong>werden durch Auspressen oder Wasserdampfdestillation aus verschiedenen Pflanzenteilen gewonnen. Es sind Gemische verschiedener chemischer Substanzen. Im Gegensatz zu fetten \u00d6len verdunsten sie ohne R\u00fcckstand.<\/p>\n<p><strong>Akkord<br \/>\n<\/strong>Akkorde entstehen durch das Zusammenf\u00fcgen verschiedener Einzelger\u00fcche, die zu neuen Geruchsbildern verschmelzen. Die Anzahl der eingesetzten Ingredienzen kann von zwei bis zu mehreren Hunderten reichen. Einfache und komplexe Akkorde werden als Bausteine f\u00fcr Parf\u00fcmkompositionen verwendet.<\/p>\n<p><strong>Aldehydig<br \/>\n<\/strong>Mit aldehydig wird der Geruchseindruck bezeichnet, der durch die Verwendung synthetischer Fettaldehyde entsteht. Diesen Eindruck kann man mit fettig, w\u00e4ssrig, talgig und nach \u201eausgeblasener Kerze riechend\u201c erkl\u00e4ren. In Konzentration riechen diese Aldehyde stechend. Sie finden in allen Parf\u00fcmtypen Verwendung, besonders in eleganten femininen Noten.<\/p>\n<p><strong>Alkohol<br \/>\n<\/strong>dient in der Parf\u00fcmerie als L\u00f6sungsmittel zur Herstellung von Lotionen. Ein h\u00e4ufig eingesetzter Alkohol ist der Ethylalkohol.<\/p>\n<p><strong>Amber<\/strong> (Bernstein)<br \/>\nist etwas v\u00f6llig anderes als Ambra. Amber ist eines der \u00e4ltesten fossilen Harze. Bei der Verarbeitung entsteht eine klebrige, honigfl\u00fcssige Essenz. Der rauchige, leicht teerartige Duft wird f\u00fcr ledrige Fonds eingesetzt.<\/p>\n<p><strong>Angeruch<br \/>\n<\/strong>Dasselbe wie Kopfnote (siehe dort).<\/p>\n<p><strong>Animalisch<br \/>\n<\/strong>Animalische Noten stammen, wie der Name sagt, aus dem Tierreich. Extrakte tierischer Sekrete, deren synthetische Nachstellungen und einzelne Riechstoffe werden in der Parf\u00fcmerie ebenso verwendet wie Produkte aus dem Pflanzenreich, die \u00e4hnlichen Geruchscharakter besitzen. Die bekanntesten Produkte aus dem Tierreich sind Zibet, Moschus, Castoreum und Ambra. In Konzentration riechen sie oft unangenehm und aufdringlich. In entsprechender Verd\u00fcnnung sind sie jedoch unverzichtbarer Bestandteil in vielen Parfums und verleihen ihnen W\u00e4rme und F\u00fclle.<\/p>\n<p><strong>Aphrodisierend<br \/>\n<\/strong>(= erotisch stimulierend, erogen) Duftbestandteile, die zu sexueller Aktivit\u00e4t anregen (sollen).<\/p>\n<p><strong>Atomiseur<br \/>\n<\/strong>Zerst\u00e4uber mit Treibgas (etwa die H\u00e4lfte des angegebenen Inhalts in ml ist Treibgas); wird aus Umweltschutzgr\u00fcnden immer seltener verwendet (zugunsten des Vaporisateurs, siehe dort).<\/p>\n<p><strong>Auspressen<br \/>\n<\/strong>der Fruchtschalen ist die wichtigste Gewinnungsmethode, um die \u00e4therischen \u00d6le der Fruchtschalen der Citruspflanzen, zu gewinnen.<\/p>\n<p><strong>Balsame<br \/>\n<\/strong>sind dickfl\u00fcssige Sekrete von Pflanzen, die bei der Verletzung der \u00e4u\u00dferen Schichten austreten. Im Gegensatz zu Resinoiden ist vor ihrem Einsatz kein Extraktionsprozess notwendig.<\/p>\n<p><strong>Balsamisch<br \/>\n<\/strong>ist der Geruchseindruck, der mit s\u00fc\u00df, weich und warm beschrieben wird. Balsamische Noten entstehen vornehmlich bei der Verwendung von Balsamen und Resinen in Parf\u00fcmkompositionen. Besonders orientalische Parfums werden von balsamisch wirkenden Inhaltsstoffen mitbestimmt.<\/p>\n<p><strong>Basisnote<br \/>\n<\/strong>(Schlussnote, Fond) ist der dritte und letzte Teil des Duftablaufs eines Parfums. Sie enth\u00e4lt die langhaftenden Bestandteile, wie z. B. H\u00f6lzer, Resine, animalische und kristalline Substanzen. In schwereren Parfums (Chypre und orientalischen Noten) ist die Basisnote so stark betont, dass sie bereits im Angeruch typpr\u00e4gend wirkt.<\/p>\n<p><strong>Blumig<br \/>\n<\/strong>Blumig-betont sind heute gut die H\u00e4lfte aller Markenparf\u00fcms. Sie werden in ihrem Charakter durch definierte Bl\u00fctennoten (Maigl\u00f6ckchen = Diorissimo\/Dior) oder durch ein Bouquet mit mehreren Bl\u00fctennoten gepr\u00e4gt (Quelques fleurs \/ Houbigant). Alle \u00fcbrigen Parfums enthalten ebenfalls einen mehr oder weniger gro\u00dfen Anteil blumiger Komponenten.<\/p>\n<p><strong>Blumig-fruchtig<br \/>\n<\/strong>Blumig-fruchtige D\u00fcfte haben einen zus\u00e4tzlich typpr\u00e4genden Anteil fruchtiger Noten. Diese bestimmen besonders die Kopfnoten. Der Schwerpunkt wird dabei meist auf den blumigen Elementen liegen. Ein Zuviel an fruchtigen D\u00fcften erinnert an Speisen und wird in Parfums oft abgelehnt. Allerdings gibt es in j\u00fcngster Zeit einen gegenl\u00e4ufigen Trend, der aber m\u00f6glicherweise nur von kurzer Dauer ist. (siehe auch \u201efruchtig\u201c)<\/p>\n<p><strong>Bouquet<br \/>\n<\/strong>nennt man ein Gemisch verschiedener Bl\u00fctennoten. H\u00e4ufig ist das Bouquet wichtigster Bestandteil der Herznote. Unter Bouquettierung versteht man die Ausschm\u00fcckung, Harmonisierung und Abrundung einer Komposition.<\/p>\n<p><strong>Chypre<br \/>\n<\/strong>(franz. Bezeichnung f\u00fcr Zypern) steht als Sammelbegriff f\u00fcr eine Gruppe von Parfums, die ihren Charakter durch das Zusammenwirken einer frischen E.d.C.-artigen Kopfnote mit einem Fond erhalten, der als wesentliche Elemente Eichenmoos, Labdanum und Patchouli enth\u00e4lt. Viele warme, erogene, sinnliche Parfums geh\u00f6ren zur Familie der Chyprenoten. Als Klassiker gilt Chypre\/Coty, ein Parfum, das schon zu Beginn unseres Jahrhunderts auf den Markt kam.<\/p>\n<p><strong>Citrusnoten <\/strong>(Hesperiden)<strong><br \/>\n<\/strong>haben einen frischen, leichten Charakter. Sie entstammen der Familie der Agrumen\u00f6le (Bergamotte, Zitrone, Limette, Mandarine, Orange, Bitterorange u. a.). Daneben gibt es eine Reihe synthetischer Stoffe, die den frischen Charakter der Citrusnoten in verschiedenen Variationen besitzen. (siehe auch \u201eHesperien\u201c)<\/p>\n<p><strong>Concr\u00e8te<br \/>\n<\/strong>(siehe Essence concr\u00e8te)<\/p>\n<p><strong>Designerd\u00fcfte<br \/>\n<\/strong>tragen den Namen eines Modemachers und werden nach dessen Vorgaben (bzw. nach den Vorgaben des Marketings und Vertriebs der jeweiligen Designermarke) von Parf\u00fcmeuren gro\u00dfer Duftstoffunternehmen (wie z.B. SYMRISE (fr\u00fcher Haarmann &amp; Reimer und Dragoco\/Holzminden) komponiert.<\/p>\n<p><strong>Destillation<br \/>\n<\/strong>mit Wasserdampf ist die gebr\u00e4uchlichste Form zur Gewinnung \u00e4therischer \u00d6le. Dabei durchstr\u00f6mt Wasserdampf das Destillationsgut und rei\u00dft das \u00e4therische \u00d6l mit sich. Nach der Abk\u00fchlung wird das Destillationswasser vom \u00e4therischen \u00d6l abgetrennt.<\/p>\n<p><strong>Duftbaustein<br \/>\n<\/strong>Duftbausteine nennt man alle Ingredienzen, die zum Aufbau von Parf\u00fcmkompositionen verwendet werden. Dabei handelt es sich um definierte Riechstoffe, Naturprodukte und um einfache und komplexe Mischungen, die sogenannten Basen, Spezialit\u00e4ten und Akkorde.<\/p>\n<p><strong>Duftentfaltung<br \/>\n<\/strong>Die Duftentfaltung eines Parfums muss drei Kriterien gen\u00fcgen:<br \/>\na) Abstrahlung beim \u00d6ffnen des Flakons.<br \/>\nb) Abstrahlung von der Haut in allen Phasen des Duftablaufs.<br \/>\nc) Wirkung des Parfums in dem die Tr\u00e4gerin umgebenden Raum.<\/p>\n<p><strong>Eau de Cologne (EdC)<br \/>\n<\/strong>(dasselbe wie K\u00f6lnisch Wasser) ist eine alkoholische Parf\u00fcm\u00f6ll\u00f6sung in einer Dosierung von drei bis f\u00fcnf Prozent.<\/p>\n<p><strong>Eau de Parfum (EdP)<br \/>\n<\/strong>ist eine alkoholische Parf\u00fcm\u00f6ll\u00f6sung in einer Dosierung von acht bis f\u00fcnfzehn Prozent.<\/p>\n<p><strong>Eau de Toilette (EdT)<br \/>\n<\/strong>ist eine alkoholische Parf\u00fcm\u00f6ll\u00f6sung in einer Dosierung von vier bis acht Prozent.<\/p>\n<p><strong>Enfleurage<br \/>\n<\/strong>ist ein spezielles Verfahren zur Gewinnung hochwertiger Pflanzenextrakte. In Holzrahmen gefasste Glasplatten werden beidseitig mit Tierfett bestrichen und mit dem Bl\u00fctenmaterial bedeckt. Die Bl\u00fcten werden so oft erneuert, bis das Fett mit dem Duftstoff ges\u00e4ttigt ist. Danach wird das Bl\u00fcten\u00f6l mit Extraktionsmitteln vom Fett isoliert. Dieses aufwendige Verfahren wird heute nur noch wenig angewendet.<\/p>\n<p><strong>Erdig<br \/>\n<\/strong>ist der Geruchseindruck, der an den Geruch von Erde, Waldboden, Moder, Staub u. \u00e4. erinnert. Bekannte \u00e4therische \u00d6le mit einer erdigen Komponente sind Vetiver und Patchouli. Erdige Akzente tauchen in Parfums nur unterschwellig auf.<\/p>\n<p><strong>Erogen<br \/>\n<\/strong>und erotisch stimulierend wirken k\u00f6nnen Parfums, die neben ihrer allgemeinen Gef\u00e4lligkeit und Harmonie einen betonten Anteil warmer, animalischer Noten in Kombination mit z.B. bestimmten Bl\u00fcten\u00f6len besitzen. Die Wirkung des Parfums ist jedoch stark von seiner Harmonie mit seiner Tr\u00e4gerin und der Situation abh\u00e4ngig. (siehe auch \u201eAphrodisierend\u201c)<\/p>\n<p><strong>Essence concr\u00e8te<br \/>\n<\/strong>(deutsch: Konkret). Das Konkret wird mit Hilfe von L\u00f6sungsmitteln aus verschiedenen Pflanzenteilen extrahiert. Es enth\u00e4lt neben dem \u00e4therischen \u00d6l auch eine Reihe in Alkohol unl\u00f6slicher Wachse. Konkrets werden wegen ihrer guten Haftung und der enthaltenen unl\u00f6slichen Bestandteile \u00fcberwiegend in Seifenparf\u00fcms verwendet. Zur Parf\u00fcmierung alkoholischer Lotionen verwendet man die Absolues, das sind die Produkte, die aus den Konkrets durch Entfernen der Wachsbestandteile hergestellt werden.<\/p>\n<p><strong>Expression<br \/>\n<\/strong>(deutsch: Auspressung) ist ein besonders schonendes Verfahren zur Gewinnung \u00e4therischer \u00d6le, die bei Anwendung der Wasserdampfdestillation ver\u00e4ndert w\u00fcrden. Die Expression wird \u00fcberwiegend bei der Gewinnung von Citrus\u00f6len angewendet.<\/p>\n<p><strong>Extrait<br \/>\n<\/strong>ist der in der Fachsprache verwendete Begriff f\u00fcr reines Parfum. Damit wird die alkoholische Parf\u00fcm\u00f6ll\u00f6sung in einer Konzentration von 15 bis 30 Prozent bezeichnet.<\/p>\n<p><strong>Extraktion<br \/>\n<\/strong>ist ein Verfahren zur Gewinnung von Rohstoffen aus pflanzlichem und tierischem Material mit Hilfe verschiedener L\u00f6sungsmittel. Gerade die besonders wertvollen nat\u00fcrlichen Riechstoffe werden in dieser Form gewonnen.<\/p>\n<p><strong>Feminin<br \/>\n<\/strong>ist eine stark subjektive Empfindung im Zusammenhang mit Parfum. Jedes Parfum, das die Weiblichkeit seiner Tr\u00e4gerin unterstreicht, kann als feminin empfunden werden. Es kommt also auf die Abstimmung zwischen Parfum und Verwenderin an. Allgemein werden betont blumige Parfums als besonders feminin angesehen. Allerdings benutzen Frauen auch Noten, denen man normalerweise maskulinen Charakter zuschreibt. (siehe auch \u201eUnisex-D\u00fcfte\u201c)<\/p>\n<p><strong>Fixierung<br \/>\n<\/strong>hei\u00dft, den Duft eines Parfums \u00fcber einen m\u00f6glichst langen Zeitraum zu erhalten. Dabei werden schwerfl\u00fcchtige Stoffe verwendet, die ihre volle Geruchsintensit\u00e4t erst nach einiger Zeit entfalten und dann l\u00e4ngere Zeit beibehalten. Au\u00dferdem kommen Riechstoffe zur Anwendung, die selbst nicht sehr stark riechen, aber in der Lage sind, den Geruchsablauf anderer Stoffe zu verl\u00e4ngern. Eine gut durchkonstruierte Duftkomposition verf\u00fcgt auch \u00fcber eine gute Haftung. Dagegen gibt eine in der Fixierung \u00fcberladene Note keine Gew\u00e4hr f\u00fcr gute Haftdauer, da sich Stoffe auch gegenseitig in der Duftentfaltung behindern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Flakon<br \/>\n<\/strong>Sch\u00fcttflasche ohne Zerst\u00e4uber.<\/p>\n<p><strong>Florientalisch<br \/>\n<\/strong>Die Familie der florientalischen Noten vereint blumige und orientalische Duftessenzen. Diese Duftrichtung hat in den letzten Jahren besonders an Bedeutung gewonnen.<\/p>\n<p><strong>FL.OZ.<br \/>\n<\/strong>(Fluid Ounce\/s) U.S.-Amerikanisches Ma\u00df zur Angabe von Fl\u00fcssigkeitsmengen.<br \/>\n100 ml = 3,4 FL.OZ. \/ 1 FL.OZ. = 30 ml<\/p>\n<p><strong>Fond<br \/>\n<\/strong>Dasselbe wie Basisnote (siehe dort).<\/p>\n<p><strong>Foug\u00e8re<br \/>\n<\/strong>ist ein parf\u00fcmistischer Phantasiebegriff und gibt der Kombination der frisch-krautigen Lavendelnote mit einem moosigen Fondgeruch den Namen. Foug\u00e8renoten gibt es in vielen phantasievollen Auslegungen, besonders auf dem Sektor der Herrennoten.<\/p>\n<p><strong>Fragrance<br \/>\n<\/strong>engl. und franz. Bezeichnung f\u00fcr \u201eDuft, Wohlgeruch, Parfum\u201c.<\/p>\n<p><strong>Frisch<br \/>\n<\/strong>ist, auf die Wirkung eines Parfums bezogen, eine subjektive Empfindung, die durch verschiedene Geruchseindr\u00fccke hervorgerufen werden kann. Im europ\u00e4ischen Raum verbindet man mit diesem Begriff allgemein Noten wie Zitrone, Lavendel, Gr\u00fcnnoten, helle, blumige Komponenten, also \u00fcberwiegend leichte, helle Geruchselemente. In anderen Regionen, z. B. Nordamerika, werden auch s\u00fc\u00dfe oder pudrige Parfums mit frisch bezeichnet.<\/p>\n<p><strong>Fruchtig<br \/>\n<\/strong>ist der Geruchseindruck von den aus der Natur bekannten Fruchtnoten, wie z.B. Himbeere, Apfel, Pflaume usw. Sie finden in der Parf\u00fcmerie als Nuanceure Verwendung. Reine Fruchtnoten kommen allenfalls als Modeerscheinungen in bestimmten Anwendungsgebieten (z. B. Shampoo) vor. \u00dcbertriebene Dosierungen von Fruchtnoten wirken in Parfums \u201eessbar\u201c und stehen damit der erogenen Wirkung einer Komposition entgegen. Allerdings erobern sich einige rein fruchtige Noten in j\u00fcngster Zeit eine gewisse Bedeutung, die m\u00f6glicherweise jedoch nicht von langer Dauer ist.<\/p>\n<p><strong>Grasse<br \/>\n<\/strong>Zentrum der franz\u00f6sischen Parf\u00fcmindustrie in der Provence (franz. Seealpen), im Hinterland der C\u00f4te d\u2019Azur, 28 km westl. von Nizza. Rund 700 ha Riechblumenkulturen (Rosen, Jasmin, Lavendel, Orangenbl\u00fcten).<\/p>\n<p><strong>Gr\u00fcn<br \/>\n<\/strong>ist der Gesamteindruck, der an Gras, Bl\u00e4tter, St\u00e4ngel u. \u00e4. erinnert. Gr\u00fcnger\u00fcche gibt es in vielen Nuancen. Sie finden in der Parf\u00fcmerie breite Anwendung und dienen haupts\u00e4chlich dazu, Kopfnoten von Parfums besondere Akzente zu verleihen.<\/p>\n<p><strong>Haftfestigkeit<br \/>\n<\/strong>Die Haftfestigkeit eines Riechstoffes richtet sich nach seinem Fl\u00fcchtigkeitsgrad. Da ein Parfum fast immer lange haften soll, werden schwerfl\u00fcchtige Stoffe zur Fixierung von Parf\u00fcmkompositionen verwendet.<\/p>\n<p><strong>Harmonie<br \/>\n<\/strong>hei\u00dft, alle Komponenten so aufeinander abzustimmen, dass in keiner Phase des Duftablaufs einzelne Elemente so stark hervortreten, dass sie als unangenehm empfunden werden. Leicht lassen sich Harmonien zwischen \u00e4hnlich riechenden Stoffen erzielen. Viele Parfums enthalten jedoch gegens\u00e4tzliche Duftelemente. Erst dadurch erhalten Parfums Originalit\u00e4t und Charakter. Es ist Aufgabe des Parf\u00fcmeurs, Verbindungen und Harmonien herzustellen, die auch auseinanderstrebende Elemente vereinigen.<\/p>\n<p><strong>Herb<br \/>\n<\/strong>wird der Dufteindruck genannt, der durch Ingredienzen wie H\u00f6lzer, Moose, Kr\u00e4uter usw. erreicht wird. Herbe Noten finden vorwiegend in maskulinen Parfums Verwendung und haben als frische Tagesparf\u00fcms gro\u00dfe Bedeutung.<\/p>\n<p><strong>Herznote<br \/>\n<\/strong>ist die zweite, mittlere Phase des Duftablaufs eines Parfums nach dem Abklingen der Kopfnote. Sie wird vorwiegend von blumigen, w\u00fcrzigen oder holzigen Komponenten gepr\u00e4gt und bildet, wie der Name sagt, das Herzst\u00fcck des Parfums.<\/p>\n<p><strong>Hesperiden<br \/>\n<\/strong>sind Citrusnoten (siehe dort), die aus der Familie der Citrusfr\u00fcchte gewonnen werden (z.B. aus Zitronen, Orangen, Mandarinen, Bergamotte, Limette)<\/p>\n<p><strong>Heuartig<br \/>\n<\/strong>Heuartige Noten finden vorwiegend in Naturd\u00fcften f\u00fcr verschiedene Anwendungsgebiete Verwendung (z. B. med. B\u00e4der). Auch maskuline Parfums enthalten neuartige Komponenten (Foug\u00e8re). Wichtigster synthetischer Riechstoff mit einer heuartigen Note ist Cumarin.<\/p>\n<p><strong>Holzig (edelholzartig)<br \/>\n<\/strong>Holzige Noten spielen in fast allen Parfums eine mehr oder weniger gro\u00dfe Rolle. Die wichtigsten nat\u00fcrlichen holzigen \u00e4therischen \u00d6le in der Parf\u00fcmerie sind Cedernholz\u00f6l, Patchouli\u00f6l, Vetiver\u00f6l und Sandelholz\u00f6l. Sie haben gute fixierende Eigenschaften. Pr\u00e4gende Wirkung \u00fcben sie daher h\u00e4ufig erst nach einiger Zeit des Duftablaufs aus. Sie sind mitverantwortlich f\u00fcr einen pudrigen Nachgeruch vieler Parfums auf der Haut. Viele moderne Herrennoten werden von in den letzten Jahren von der Riechstoffindustrie neuentwickelten synthetischen Holzriechstoffen gepr\u00e4gt.<\/p>\n<p><strong>Ingredienzen<br \/>\n<\/strong>Ingredienz (meist im Plural gebraucht: Ingredienzen) ist ein anderer Begriff f\u00fcr Inhaltsstoff.<\/p>\n<p><strong>Inzens (Weihrauch)<br \/>\n<\/strong>wird aus Harzen oder Balsamen gewonnen und entwickelt beim Verbrennen einen w\u00fcrzigen Duft. Olibanum (Frankinzens) ist ein aus arabischen und s\u00fcdafrikanischen B\u00e4umen gewonnenes Harz, das als Fixateur balsamisch und w\u00fcrzig \u00e4hnlich wie Weihrauch duftet.<\/p>\n<p><strong>Jasminig<br \/>\n<\/strong>werden Parfums genannt, die in ihrem Charakter von dem Duft der Jasminbl\u00fcte als wesentlicher Komponente gepr\u00e4gt werden. So reichen die Interpretationen vom nat\u00fcrlichen Bl\u00fctentyp bis hin zu stilisierten und verfremdeten Komplexen.<\/p>\n<p><strong>Klassiker<br \/>\n<\/strong>sind D\u00fcfte, die zu ihrer Zeit einen Trend schufen. Im Sprachgebrauch der Par\u00fcmberatung k\u00f6nnen als Klassiker aber auch solche D\u00fcfte bezeichnet werden, die sich schon sehr lange am Markt gehalten haben und\/oder eine besonderes harmonische, dem Zeitgeist nicht unterliegende Duftkomposition darstellen.<\/p>\n<p><strong>K\u00f6lnisch Wasser<br \/>\n<\/strong>(Eau de Cologne) ist als Anwendungsform eine etwa drei- bis f\u00fcnfprozentige Parf\u00fcm\u00f6ll\u00f6sung in einem Alkohol-Wasser-Gemisch. Die parf\u00fcmistische Note \u201eK\u00f6lnisch Wasser\u201c stellt eine Komposition aus frischen, leichtfl\u00fcchtigen \u00e4therischen \u00d6len (vorwiegend Agrumen\u00f6len) dar, die nur wenig fixierende Bestandteile enth\u00e4lt. Sie dient zur Erfrischung und hat nur begrenzt parf\u00fcmierende Wirkung.<\/p>\n<p><strong>K\u00f6rper<br \/>\n<\/strong>Dasselbe wie Mitte oder Herznote (siehe dort).<\/p>\n<p><strong>Komposition<br \/>\n<\/strong>Jedes Parfum stellt eine Komposition aus einer unterschiedlich gro\u00dfen Anzahl harmonisch aufeinander abgestimmter Einzelkomponenten dar. Die Eigenschaften der Einzelbestandteile werden genutzt, um in der Kombination ein neues eigenes Gesamtbild zu schaffen, wobei die Charakteristika der Ingredienzen in den Hintergrund treten, ohne unterdr\u00fcckt zu werden.<\/p>\n<p><strong>Koniferig (pinienartig)<br \/>\n<\/strong>ist der Dufteindruck, der an Fichte, Tanne, Kiefer, Wacholder usw. erinnert. Koniferige Parf\u00fcm\u00f6le werden haupts\u00e4chlich f\u00fcr Badeprodukte und in maskulinen D\u00fcften eingesetzt.<\/p>\n<p><strong>Kopfnote<br \/>\n<\/strong>ist die erste Phase des Duftablaufs eines Parfums. Sie spielt die entscheidende Rolle beim ersten Eindruck, beim \u00d6ffnen des Flakons und beim Auftragen des Parfums auf die Haut. Die Aufgabe der Kopfnote ist es, Interesse f\u00fcr das Parfum insgesamt zu wecken und Aufmerksamkeit zu erregen. Deshalb ist auff\u00e4lliger Charakter h\u00e4ufig wichtiger als ausgefeilte Harmonie. Die Kopfnote wird naturgem\u00e4\u00df von leichtfl\u00fcchtigen Riechstoffen bestimmt. Oft spielen aber auch Noten von Herz und Fond schon in der ersten Duftphase eine Rolle.<\/p>\n<p><strong>Krautig<br \/>\n<\/strong>Krautige Komponenten haben viele Riechstoffe und erinnern im Geruch an Kr\u00e4uter und Drogen. Bekannte und vielverwendete Beispiele sind Beifu\u00df, Salbei, Rosmarin und Lavendel. In maskulinen Parfums sind krautige Akzente weitverbreitet (Foug\u00e8re).<\/p>\n<p><strong>Kreation<br \/>\n<\/strong>ist die Sch\u00f6pfung einer Parf\u00fcm\u00f6lkomposition. Dabei ist die kreative T\u00e4tigkeit eine betont k\u00fcnstlerische Aufgabe, die allerdings immer \u00f6konomischen Bedingungen unterworfen ist.<\/p>\n<p><strong>Ledernote<br \/>\n<\/strong>Ledernoten spielen ebenso wie Tabaknoten in der Gruppe der maskulinen Parfums eine bedeutende Rolle. Sowohl nat\u00fcrliche Auffassungen wie phantasievolle Auslegungen des Themas kommen zur Anwendung. Auch in femininen Parfums spielen Ledernoten, z.B. im Bereich der Chypre-Familie, mit.<\/p>\n<p><strong>Maskulin<br \/>\n<\/strong>ist ebenso wie feminin ein subjektiver Dufteindruck. Normalerweise bezeichnet man damit die von M\u00e4nnern bevorzugten Duftnoten. Sie enthalten herbe Akzente von Leder, Tabak, Kr\u00e4utern, Gew\u00fcrzen, Moosen und H\u00f6lzern. Sie sind im allgemeinen weniger blumig als feminine Noten, enthalten oft einen hohen Prozentsatz frischer Bestandteile. In den letzten Jahren hat eine beachtenswerte Ann\u00e4herung zwischen maskulinen und femininen Parf\u00fcmnoten stattgefunden (siehe Unisex-D\u00fcfte).<\/p>\n<p><strong>Mazeration<br \/>\n<\/strong>ist ein Verfahren, bei dem \u00e4hnlich der Enfleurage mit Hilfe von warmen Fetten Bl\u00fcten\u00f6le gewonnen werden.<\/p>\n<p><strong>Minzartig<br \/>\n<\/strong>sind Duftnoten, die an Pfefferminze und Krauseminze erinnern und in der Parf\u00fcmerie zur Erzielung von besonderen Frischeeffekten in der Kopfnote eingesetzt werden.<\/p>\n<p><strong>Moosig<br \/>\n<\/strong>Moosige Duftnuancen, Extrakte von verschiedenen Baummoosarten (besonders Eichenmoos), spielen eine gro\u00dfe Rolle in nahezu allen Parf\u00fcmtypen. Besondere Bedeutung haben sie in den Chyprenoten. Moosige Nuancen haben ein sehr komplexes Geruchsbild und k\u00f6nnen neben der eigentlichen Mooskomponente talgige, ledrige, holzige und andere Merkmale aufweisen. Ihre ausgezeichneten fixierenden Eigenschaften machen sie ebenso unentbehrlich wie ihre F\u00e4higkeit, D\u00fcften eine besondere F\u00fclle und Tiefe zu verleihen.<\/p>\n<p><strong>Narkotisch<br \/>\n<\/strong>Narkotische Parfums enthalten oft hohe Anteile schw\u00fcler Bl\u00fctend\u00fcfte (z. B. Jasmin, Tuberose) und animalischer Komponenten. Narkotisch wirkende Bl\u00fctend\u00fcfte haben ihren H\u00f6hepunkt im Zeitpunkt des Verbl\u00fchens. Eine geschickte Dosierung narkotisch wirkender Komponenten ist notwendig, wenn ein Parfum nicht aufdringlich und erm\u00fcdend wirken soll.<\/p>\n<p><strong>Natural Spray<br \/>\n<\/strong>Dasselbe wie Vaporisateur (siehe dort) oder Pumpzerst\u00e4uber.<\/p>\n<p><strong>Orientalisch<br \/>\n<\/strong>Orientalische Parfums erinnern mit ihren typpr\u00e4genden Inhaltsstoffen an Ger\u00fcche aus dem Orient. Solche Inhaltsstoffe k\u00f6nnen exotische Bl\u00fctennoten, Gew\u00fcrze, Balsame, Resine und animalische Komponenten sein. Der Charakter der orientalischen Parfums legte fr\u00fcher nahe, dass sie \u00fcberwiegend als sogenannte Winter- und Abendparf\u00fcms verwendet wurden. In neuerer Zeit werden orientalische Parfums jedoch zu jedem Anlass und jeder Tageszeit verwendet.<\/p>\n<p><strong>Parfum<br \/>\n<\/strong>Unter Parfum oder Extrait versteht man in der parf\u00fcmistischen Fachsprache eine f\u00fcnfzehn- bis drei\u00dfigprozentige alkoholische L\u00f6sung von Parf\u00fcm\u00f6len.<\/p>\n<p><strong>Parf\u00fcmeur<br \/>\n<\/strong>ist die Berufsbezeichnung f\u00fcr den Sch\u00f6pfer von Duftkompositionen f\u00fcr verschiedenste Anwendungsbereiche. Zu seinen F\u00e4higkeiten geh\u00f6ren ein in langem Training erworbenes Geruchsged\u00e4chtnis, Geruchsunterscheidungsverm\u00f6gen, Kenntnis \u00fcber Wechselwirkungen von einzelnen Riechstoffen im Kompositionsverband und kreatives Denkverm\u00f6gen. Seine Ausbildung dauert allgemein f\u00fcnf Jahre.<\/p>\n<p><strong>Parf\u00fcm\u00f6l<br \/>\n<\/strong>Parf\u00fcm\u00f6le sind konzentrierte Mischungen von Duft- und Riechstoffen (reine Duftessenzen), die in alkoholischer L\u00f6sung zur Parf\u00fcmierung verschiedenster Produkte verwendet werden.<\/p>\n<p><strong>Pheromon<br \/>\n<\/strong>Pheromone sind chemische Stoffe, die der Verst\u00e4ndigung zwischen Lebewesen dienen. Sie spielen dabei als Sexuallockstoffe vor allem bei Insekten eine gro\u00dfe Rolle. In j\u00fcngster Zeit werden sie in aphrodisierenden Noten verwendet (siehe dort).<\/p>\n<p><strong>% Vol.<br \/>\n<\/strong>Angabe der Verd\u00fcnnung des reinen Alkohols (\u00c4thanol 99,8-%-ig) mit Duftwasser:<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"89\">Parfum<\/td>\n<td width=\"120\">ca. 95-%-iger Alkohol<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"89\">Eau de Parfum<\/td>\n<td width=\"120\">ca. 85-%-iger Alkohol<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"89\">Eau de Toilette<\/td>\n<td width=\"120\">ca. 80-%-iger Alkohol<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"89\">Eau de Cologne<\/td>\n<td width=\"120\">ca. 70-%-iger Alkohol<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"89\">After Shave<\/td>\n<td width=\"120\">ca. 65-%-iger Alkohol<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><strong>Pudrig<br \/>\n<\/strong>ist der Geruchseindruck, der durch das Zusammenwirken meist langhaftender, moosiger, holziger, s\u00fc\u00dfer und kristalliner Element entsteht. Viele Parfums hinterlassen nach dem Verfliegen der frischen und blumigen Bestandteile auf der Haut einen pudrigen Gesamteindruck.<\/p>\n<p><strong>Rauchig<br \/>\n<\/strong>Rauchige Noten werden haupts\u00e4chlich in maskulinen Parfums verwendet, um nat\u00fcrliche Ledernoten darzustellen. In modernen Ledernoten ist die rauchige Komponente gegen\u00fcber der animalischen in den Hintergrund gedr\u00e4ngt, w\u00e4hrend klassische Ledernoten deutliche rauchige Nuancen enthalten, die aus dem \u00e4therischen Birkenteer\u00f6l stammen.<\/p>\n<p><strong>Resinoide<br \/>\n<\/strong>sind Extrakte aus Harzen (Resine) oder Pflanzenteilen au\u00dfer denen der Bl\u00fcten. Sie enthalten neben dem \u00e4therischen \u00d6l auch die im jeweils verwendeten L\u00f6sungsmittel l\u00f6slichen Bestandteile wie Wachse, Harze u.\u00e4. Um Resinoide leichter verarbeiten zu k\u00f6nnen, werden ihnen oftmals hochsiedende, geruchlose L\u00f6sungsmittel zugesetzt. Resinoide haben h\u00e4ufig eine dunkle Farbe und besonders gute fixierende Eigenschaften.<\/p>\n<p><strong>Rohstoff-Preise<br \/>\n<\/strong>1 kg Rosen\u00f6l kostet ca. 10.000 Mark. Daf\u00fcr m\u00fcssen 5 Tonnen Bl\u00fcten gepfl\u00fcckt werden; ein Pfl\u00fccker schafft etwa 50 kg am Tag. 1 kg Tuberose (Nachthyazinthe)-\u00d6l kostet 10.000 &#8211; 20.000 Mark. Die \u00d6le sind also teuerer als Gold.<\/p>\n<p><strong>Schwer<br \/>\n<\/strong>nennt man Parfums, bei denen die schwerfl\u00fcchtigen Bestandteile wie Balsame, Moose, animalische Noten usw. dominieren. Diese Bestandteile pr\u00e4gen bereits die Kopfnote mit, so dass schwere Parfums schon im Angeruch als solche zu erkennen sind. Sie werden vorwiegend in Chyprenoten und orientalischen Noten eingesetzt.<\/p>\n<p><strong>Sinnlich<br \/>\n<\/strong>ist die Bezeichnung f\u00fcr ein Parfum, das eine erotisch stimulierende Wirkung besitzt. Ein betonter Anteil animalischer Komponenten und exotischer Bl\u00fctennoten ist in diesen Parfums h\u00e4ufig zu finden. Viele Parfums sind bei richtiger Anwendung in der Lage, \u00fcber den Geruchssinn angenehme Empfindungen und Stimmungen zu erzeugen, da der Geruchssinn in direktem Zugang zu dem Teil des Gehirns steht, in dem Gef\u00fchle und Sexualverhalten gesteuert werden (Limbisches System).<\/p>\n<p><strong>Splash-Cologne<br \/>\n<\/strong>Splash-Colognes sind niedrigprozentige (ein bis drei Prozent) alkoholisch-w\u00e4ssrige Parf\u00fcm\u00f6ll\u00f6sungen, die ausgiebig f\u00fcr den ganzen K\u00f6rper, z. B. nach dem Duschen oder Baden, zur Erfrischung mit dezenter parf\u00fcmistischer Wirkung verwendet werden. Die Noten sind frisch und sauber. Manche L\u00e4nder haben eine besondere Vorliebe f\u00fcr diese Anwendungsform (Frankreich, Spanien).<\/p>\n<p><strong>S\u00fc\u00df<br \/>\n<\/strong>wirkende Elemente sind in unterschiedlicher Menge in vielen Parfums enthalten, besonders stark ausgepr\u00e4gt in orientalischen und schweren Chypre-Parfums. Bekannte Beispiele f\u00fcr s\u00fc\u00df riechende Naturprodukte sind der Extrakt der Vanilleschote und der karamellartige Duft der Tonkabohne.<\/p>\n<p><strong>Tabaknoten<br \/>\n<\/strong>Tabaknoten, nat\u00fcrliche und synthetische, finden vorwiegend in maskulinen Parfums Verwendung. Dabei spielen neben der reinen Tabaknote auch die bei der Aromatisierung des Tabaks entstehenden Beiger\u00fcche (Honig, Pflaume usw.) eine Rolle.<\/p>\n<p><strong>Unisex-D\u00fcfte<br \/>\n<\/strong>sind D\u00fcfte meist frisch-nat\u00fcrlicher Auspr\u00e4gung, die von beiden Geschlechtern als <strong>Partnerduft<\/strong> verwendet werden. Diese D\u00fcfte haben meist eine helle, sportive, transparente Ausstrahlung, werden aber gegen Ende der neunziger Jahre zunehmend auch mit sinnlich erotischen Ingredienzen kombiniert.<\/p>\n<p><strong>Vaporisateur<br \/>\n<\/strong>Pumpzerst\u00e4uber, zu erkennen an dem bis zum Boden des Flakons reichenden Ansaugr\u00f6hrchen (dasselbe wie \u201eNatural Spray\u201c); manche Hersteller sagen auch \u201eatomiseur naturel\u201c zum Vaporisateur.<\/p>\n<p><strong>Warm<br \/>\n<\/strong>Warme Parfums haben einen charakteristischen Anteil von Riechstoffen mit animalischem Duftcharakter und werden als k\u00f6rper\u00e4hnliche Ger\u00fcche empfunden.<\/p>\n<p><strong>W\u00fcrzig<br \/>\n<\/strong>W\u00fcrzige Duftnoten finden in Form \u00e4therischer \u00d6le von fast allen bekannten Gew\u00fcrzen in der Parf\u00fcmerie Verwendung. So sind z. B. Zimt und Nelke von gro\u00dfem Interesse in orientalischen Parfums. Viele maskuline Parfums enthalten Anteile von Gew\u00fcrz\u00f6len, z. B. Majoran, Koriander und Pfeffer.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kleines Lexikon der parf\u00fcmistischen Fachsprache Absolues sind nat\u00fcrliche Duftstoffe, die durch Extraktion aus verschiedenen Pflanzenteilen gewonnen werden. Zun\u00e4chst wird durch Extraktion mit einem L\u00f6sungsmittel das Concr\u00e8te gewonnen. Anschlie\u00dfend werden die unl\u00f6slichen Wachse mit Alkohol herausgewaschen. Absolues sind qualitativ hochwertige Produkte, die wegen der geringen Ausbeute bei der Gewinnung sehr teuer sind. 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